as Stück erzählt vom Ende des Inkareiches – aber nicht aus der Sicht der Eroberer, die wir bestens kennen. Es zeigt die Geschichte aus der Perspektive der Besiegten. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die in den Geschichtsbüchern oft kaum vorkommen: indigene Chronisten, Überlebende und jene, die ihre Erinnerungen mündlich weitergegeben haben.
Wir stützen uns auf Berichte des Chronisten Felipe Guaman Poma de Ayala, auf Legenden von Ricardo Palma und Antonio Paredes Candia sowie auf das Buch „Die Abenteuer des Soldaten Milchgesicht" von Stefan Gurtner. Aus diesen Quellen entsteht ein Bild, das Geschichte, Legenden und persönliche Erfahrungen miteinander verbindet.
Das Stück kann auf jedem Sportplatz aufgeführt werden und braucht keine besondere Beleuchtung. Es gibt keine klare Trennung zwischen Bühne und Publikum. Der Raum ist offen: Zuschauer und Schauspieler bewegen sich gemeinsam. So begleiten sich beide auf einer fantastischen Reise durch Raum und Zeit und werden selbst Teil der Handlung.
Vergangenheit und Gegenwart gehen dabei ineinander über. Szenen aus der Zeit der Inka treffen auf Bilder von heute. Traditionen verbinden sich mit heutigen Ausdrucksformen. Themen wie Identität, Verlust und Widerstand werden direkt erlebbar.
So entsteht ein Theater, das nicht nur informiert, sondern auch berührt und zum Nachdenken anregt. Es erzählt Geschichte aus einer Perspektive, die lange überhört wurde – und die bis heute wichtig ist.
| AUTOR: | Gemeinschaftlich, frei nach Texten von Felipe Guaman Poma de Ayala, Ricardo Palma, Antonio Paredes Candia und Stefan Gurtner |
| REGIE: | Stefan Gurtner |
| PREMIERE: | Dezember 2003, Sportplatz von "Tres Soles" |
| AUFFÜHRUNGEN: | Zehn, alle auf dem Sportplatz in "Tres Soles", Quillacollo |