Ich heiße Ronald López Herrera und wurde am 3. Juli 1990 in Cochabamba geboren.
Meine Familie besteht aus sechs Familienmitgliedern: Meinen Eltern, meinem älteren Bruder Wilmer, meinem mittleren Bruder, meiner jüngeren Schwester Deisy und mir. Ich ging auf die Grundschule Vikinga Boliviana in dem Stadtteil, wo ich gewohnt habe. Danach wechselte ich auf das Colegio Nacional Abaroa. Zurzeit studiere ich im achten Semester an der staatlichen Universität.
2010 hatte ich einen schweren Unfall. Mein Körper war vom Hals bis zum Fuß gelähmt. Ich lag für einen Monat im Koma. Die Ärzte sagten meinen Eltern, dass ich nie mehr aufwachen würde und falls doch, würde ich in einem scheintoten Zustand sein. Ohne ein Körperteil bewegen zu können, war ich auf ein künstliches Beatmungsgerät angewiesen. Die Ärzte führten meinen Zustand auf ein Gefäßproblem in meinem Gehirn zurück. Ein Blutgerinnsel versperrte den Weg in die Arterie des Nackens. Es konnte kein Blut durchfließen und meinem Gehirn fehlte Sauerstoff. Das war der Grund, weshalb mein Körper gelähmt war.
Gott sei Dank erwachte ich nach einem Monat aus dem Koma. Ich konnte kein einziges Glied meines Körpers bewegen. Jetzt versuche ich mit Gottes Hilfe, meiner Familie, christlichen Gruppen und Physiotherapie meinen Körper Stück für Stück zu bewegen. Ich spüre, dass ich viel Glück habe, denn Gott lässt mich nicht allein. Er sucht immer wieder neue Wege und Möglichkeiten und Personen, die mir helfen. Das Lehrlings- und Studentenheim Luis Espinal ist eine meiner großen Stützen, die mir helfen, mein Leben zu meistern.
Mein Wunsch ist es, ein Beispiel zu geben, damit alle anderen sehen, dass man trotz körperlicher Grenzen weiter kommen kann und meine Familie finanziell unterstützen zu können.

September 2015

Der schwerbehinderte, junge Mann hat alle seine Prüfungen als Buchhalter abgeschlossen, konnte aber wegen plötzlich auftretender gesundheitlicher Probleme seine Diplomarbeit leider nicht abschliessen. (2015)