Ich bin 19 Jahre alt und wurde am 29. Mai 1999 in dem Ort Ivirgarzama, in der Provinz Carrasco im Departamento Cochabamba, Bolivien, geboren. In meiner Kindheit musste ich immer wieder die Schule wechseln, da meine Eltern Orte suchten, wo sie ihre Produkte verkaufen konnten, was sich auf meine Schulbildung auswirkte. Da die Rede von meinen Eltern ist, meine Mutter heißt Lucia Inocente Ramírez und mein Vater Quintin Herbas Peredo. Sie haben sich an dem Ort kennengelernt, wo ich geboren wurde. Mein Vater war Taxifahrer und meine Mutter war Näherin. Aber als ich zur Welt kam, suchten sie etwas Profitableres. So fingen sie an mit natürlichen Milchprodukten wie Joghurt, Milch und Käse zu handeln. Sie zogen mit dem Taxi meines Vaters umher, um ihre Produkte überall verkaufen zu können, wodurch sich die häufigen Schulwechsel ergaben. Als ich in der zweiten Klasse war, habe ich eine Zeit lang bei meiner Großmutter in der Stadt gewohnt.
Nach einiger Zeit haben meine Eltern ein Grundstück in Bulo Bulo, an der Grenze zu Santa Cruz gekauft. Dort haben sie ihr erstes eigenes Häuschen gebaut. Ich glaube, ich habe dort etwa 7 Jahre gelebt, bin mir aber nicht ganz sicher. Jedenfalls ging ich dort in eine Schule namens „San Marcos“. Mein Vater eröffnete eine Autowerkstatt und es ging uns sehr gut, bis Konkurrenz aufkam. Der Betrieb war nicht mehr rentabel. Meine Eltern kauften ein anderes Häuschen in Entre Ríos, das viel größer war, und wir zogen dorthin. Damals war ich 14 Jahre alt und ging in die dritte Klasse der weiterführenden Schule „Franz Tamayo“. Dort habe ich auch mit 17 Jahren mein Abitur gemacht. Während dieser Zeit erzielte ich einige Erfolge. So war ich zum Beispiel Sprecher bei sportlichen Olympiaden in seinen finalen Phasen und konnte an den wissenschaftlichen Olympiaden teilnehmen, und ich habe einen Platz unter den vier Besten meiner Schule gewonnen.
Ich konnte auf die Universität „Mayor de San Simon“ gehen, weil ich ein Stipendium für den besten Schulabschluss bekam. Da meine Eltern keine Wohnung in der Stadt hatten, lebte ich zwei Jahre lang bei meiner Großmutter in Sacaba. Später bekam ich die Möglichkeit in der „Residencia Estudiantil Luis Espinal“ zu leben, was mein Leben veränderte. Momentan wohne ich dort.